Auf die Idee eine Ausbildung zum Hundephysiotherapeuten zu machen, haben mich meine Hunde gebracht.
Ich hatte schon zwei Mischlinge – Leonbergermix Charlie und Labradormix Hexi – als sich meine Lebensgefährtin und ich entschlossen einen Rassehund dazu zu nehmen. Mit der Ankunft der American Staffordshire Hündin „Joy“ habe ich angefangen mich mit dem Thema Gesundheit von Hunden intensiver zu beschäftigen. Nicht zuletzt wegen der Zuchtauflagen unserer und ausländischer rassebetreuenden Verbandskörperschaften wurden Skeletterkrankungen wie HD, ED, Patellaluxation zum Tagesthema.
Ich merkte bald, dass trotz dieser Zuchtauflagen, viele Rassehunde aufgrund von rassespezifischen Körperbau an Erkrankungen des Bewegungsapparates leiden. Aber auch meine inzwischen gealterten Mischlinge blieben davon nicht verschont: Charlie wurde die schwerste Form von Hüftgelenksdysplasie diagnostiziert und Hexi kämpft immer wieder mit Sehnenentzündungen. Zufällig erfuhr ich, dass in Deutschland Hundephysiotherapeuten praktizieren und interessierte mich sofort dafür – zuerst primär um meinen eigenen Mischlingshunden zu helfen.
Im Jahr 2006 begann ich meine Ausbildung zum Hundephysiotherapeuten nach Blümchen/Woßlick® und beendete sie 2008. Die Ausbildung beinhaltete die Themen Anatomie, Physiologie, Pathologie sowie Physiotherapie und flankierende Maßnahmen. In diesen Bereichen legte ich eine schriftliche und mündliche Prüfung ab. Unsere praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse im Bereich der Physiotherapie und der flankierenden Maßnahmen wurden separat geprüft.
Letztendlich wurde auch unserer Amstaff-Hündin Lani, welche wegen ihrer interessanten Ahnentafel in unser Hunderudel eingezogen ist, im Jahr 2008 die schwerste Form von HD, HD-E, diagnostiziert. Das Gelernte konnte/musste ich dadurch schnell in die Praxis umsetzen, um meinen eignen Hunden die Schmerzen zu lindern und ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.
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